Stille: Der Jungbrunnen für die Seele
Die Stille ist ein Jungbrunnen für die Seele; sie ist für die persönliche Entwicklung wie Sonnenlicht für die Blume. Momente bewussten Schweigens ermöglichen es uns, tief mit uns selbst in Kontakt zu kommen.
Nach innen horchen
Wenn es im Orchestergraben ruhig wird, öffnet sich ein Raum jenseits der Stimmen und Instrumente. In dieser Stille findet der Dirigent Zugang zum eigenen Selbst – zur Quelle innerer Kraft und zur Regeneration aller Aspekte der Persönlichkeit.
Die Qualität der Stille in der Psychosynthese:
- Empfänglichkeit: Stille ist kein leerer Zustand, sondern eine hochaktive Form der Aufmerksamkeit. Erst wenn das alltägliche Rauschen verstummt, können wir die leisen Impulse des transpersonalen Willens wahrnehmen.
- Regeneration: In der Stille ordnen sich die Energien neu. Sie ist der Moment, in dem die Synthese unter der Oberfläche reifen kann, ohne dass der Wille etwas erzwingen muss.
- Begegnung mit dem Selbst: In der tiefen Stille erfahren wir, dass wir mehr sind als unsere Gedanken und Gefühle. Wir begegnen der reinen Präsenz des beobachtenden Ichs.
„In der Stille liegt die Kraft, die alles Trennende überwindet und uns zurück zu unserem Ursprung führt.“
-- Meister Eckhart
Durch das bewusste Verweilen in der Stille geben wir unserer inneren Blume das nötige Licht, um aus der eigenen Mitte heraus zu wachsen und zu erblühen.